Schwere COVID-Verläufe wecken schlafende Viren — und eines davon markiert Long COVID
Bei 1154 hospitalisierten Patienten reaktiviert sich bei fast jedem zweiten während der akuten COVID-Phase ein ruhendes chronisches Virus — Herpes, Zytomegalievirus, Epstein-Barr, aber auch die unauffälligen Anelloviren. Letztere sind in der Rekonvaleszenz mit jener Long-COVID-Form assoziiert, die von körperlicher Behinderung geprägt ist. Assoziation, nicht Kausalität: Die Autoren sagen es schwarz auf weiß.
Eine Vorhersage von 1936, gelesen in der Röntgenstrahlung eines Magnetars: das Vakuum polarisiert sich
Die Röntgenstrahlung des Magnetars 1E 1547.0−5408 ist bei 2 keV zu 65 % polarisiert, in bestimmten Phasen bis nahe an 80 % — ein Niveau, das Oberflächenmodelle ohne Brechung nicht erklären können. Die Vakuum-Doppelbrechung, vor fast 90 Jahren von der QED vorhergesagt, liefert die natürlichste Lesart. Starker Beleg, noch keine direkte Bestätigung.
Das Magnetfeld, das die Supraleitung einschaltet: eine Familie von Zuständen in rhomboedrischem Graphen
In rhomboedrisch gestapeltem Graphen beschreibt ein Team des MIT und aus Basel eine Familie benachbarter Supraleiter: vier davon charakterisiert in der nackten Fünflage, fünf weitere Bereiche durch bloßen Kontakt gewonnen. Die drei, die auf das Feld reagieren, halten 8,5 T in der Ebene stand — Dutzende Male die Grenze, die sie zerstören müsste — und einer erscheint erst bei hohem Feld.
FNIP1 — wenn ein defektes Gen den Stoffwechsel schützt
Bei mehr als einer Million Menschen gehen ultraseltene Varianten, die das Gen FNIP1 ausschalten, mit einem günstigen Lipidprofil, einem höheren Anteil an Magermasse und weniger viszeralem Fett einher, bei um rund 60 % gesenkten Odds für kardiometabolische Erkrankungen. Bei der Maus dagegen bewirkt das Ausschalten von FNIP1 allein nichts: Es ist der gesamte Signalweg, der durchtrennt werden muss.
NeuroVFM: ein Neuroimaging-Foundation-Modell, trainiert auf den Rohdaten des Krankenhauses
Ein 3D-Modell, dessen Encoder ohne Labels auf 5,24 Millionen CT- und MRT-Routinevolumina trainiert wurde, erreicht 92,68 % AUROC über 82 CT-Diagnosen und 92,49 % über 74 MRT-Diagnosen. Bei identischem Archiv ist es das Trainingsziel — die Vorhersage im latenten Raum —, das den Abstand schafft.