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Radioaktivität — Marie Curie eröffnet die Kernphysik

1898 entdecken Marie und Pierre Curie Polonium und Radium. Ihre Arbeiten zur Radioaktivität begründen die Kernphysik und bringen Marie Curie zwei Nobelpreise ein — bis heute eine einzigartige Leistung in den Naturwissenschaften.

Source: history.aip.org

Radioaktivität — Marie Curie eröffnet die Kernphysik

Radioaktivität (1898)

Nach Röntgens Entdeckung der X-Strahlen (1895) und Becquerels Nachweis der Radioaktivität von Uran (1896) beginnt Marie Curie eine systematische Untersuchung. Gemeinsam mit Pierre isoliert sie zwei neue Elemente: Polonium, benannt nach ihrem Heimatland Polen, und Radium.

Experimentelle Strenge

Marie Curie verarbeitet Tonnen von Pechblende, um wenige Milligramm reines Radium zu isolieren. Diese außergewöhnliche experimentelle Arbeit führt zum Nobelpreis für Physik 1903, gemeinsam mit Pierre Curie und Becquerel, und 1911 zum Nobelpreis für Chemie für Marie Curie allein.

Grundlagen der Kernphysik

Radioaktivität zeigt, dass das Atom nicht unteilbar ist, sondern eine innere Struktur besitzt. Diese Erkenntnis führt zum Atomkern (Rutherford, 1911), zum Neutron (Chadwick, 1932), zur Kernspaltung (Hahn, 1938) und schließlich zur Kernenergie.